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Doctolib

Frauenarzt​praxis Grafenberg

Dr. med. Marieke Busch & Sassandra Betz

Vaginallaser (ER:YAG-Laser Juliet)

Ab sofort bieten wir eine innovative und sehr wirksame, nicht schmerzhafte Therapieoption bei Scheidentrockenheit (Vulvo-Vaginale Atrophie), Belastungs-/Harninkontinenz und vaginalem Relaxationssyndrom (vermindertes Lustempfinden beim Verkehr durch Verlust der vaginalen Spannkraft) an.

Vulvo-Vaginale Atrophie

ist ein Zustand bei der es zu einer Verringerung der Produktion von Östrogenen durch die Eierstöcke kommt. Es geht um die allmähliche Ausdünnung des genitalen Epithelgewebes, der vaginalen Haut, die ihre Dicke reduziert und die Funktionsfähigkeit mindert. Frauen, die darunter leiden, vor allem in den Wechseljahren, erleben oft eine Reihe von Symptomen, einschließlich vaginaler Trockenheit, Juckreiz, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, verminderter Libido und geringerer Elastizität sowie Spannkraft der Vagina.

Das vaginale Relaxationssyndrom

ist der Verlust des optimalen strukturellen Aufbaus der Vagina. Diese Entwicklung wird im Allgemeinen mit dem natürlichen Alterungsprozess in Verbindung gebracht und insbesondere durch Entbindungen hervorgerufen. Bei der Entwicklung einer vaginalen Relaxation lockern sich die Scheidenmuskeln, was sich in verminderter Spannkraft, Stärke, Kontrolle und Halt zeigt. Dieses Leiden, vaginale Relaxation genannt, führt häufig zum Gefühl einer verringerten Reibung und zur Beeinträchtigung der sexuellen Befriedigung. Die meisten Frauen klagen über den Verlust von Enge in der Scheide. Dies hängt direkt mit der verminderten Reibung während des Geschlechtsverkehrs zusammen und somit auch mit einer Beeinträchtigung oder einem Verlust des sexuellen Lustempfindens.

Belastungsinkontinenz

ist eine Form von Harninkontinenz, die durch den Verlust des stützenden Halts der Harnröhre verursacht wird, was für gewöhnlich das Resultat einer Beschädigung der Stützstrukturen im Beckenbereich nach einer Entbindung ist. Charakteristisch dafür ist das Aussickern geringer Mengen von Urin bei körperlichen Aktivitäten, die den Druck im Bauchraum verstärken, wie Husten, Niesen und
Heben. Darüber hinaus können häufige, körperlich anstrengende Übungen und Aktivitäten zur Entwicklung einer Sportinkontinenz führen.

Bis vor nicht allzu langer Zeit wurden diese Beschwerden als eine Folge der unvermeidlichen Alterung der Frau angesehen und Behandlungen wurden nur in den seltensten Fällen, in denen schwere Erkrankungen erkannt wurden (z.B. Prolaps), durchgeführt. Innovationen bei der Lasertechnologie haben eine einzigartige Behandlung zur Wiederherstellung des ursprünglichen Stoffwechsels des Bindegewebes ermöglicht, die schmerzarm, nicht-invasiv und nicht-operativ ist. Während viele Eingriffe der Vaginalplastik oder TVT (Spannungsfreie Bänder für die Behandlung der Belastungsinkontinenz) in der Klinik sich der Lasertechnologie bedienen, ist die Juliet-Laser Behandlung die einzige, bei der ein besonderer Er:YAG-Laser verwendet wird, der Infrarotlicht aussendet und die Haut nicht verletzt. So wird eine viel gezieltere, genauere und effektivere Behandlung mit geringem bis gar keinem Risiko für Narbenbildung, Blutungen oder Infektionen ermöglicht.
Die vaginale Laseranwendung ruft eine kurzfristige Erwärmung des Kollagens im Vaginalgewebe hervor und verursacht so ein plötzliches Zusammenziehen. Dies verkürzt und verdickt die Kollagenfasern und verengt die Scheidenwände. Außerdem werden die Kollagenneubildung und die Synthese neuer Kollagenfasern stimuliert. So wird das Vaginalgewebe auf natürliche Weise straffer und langfristig elastischer. Ziel der Juliet Behandlung ist, den ursprünglichen Stoffwechsel des Bindegewebes wiederherzustellen und den Zustand der vaginalen Haut durch die Stimulation der Neubildung von Kollagen zu verbessern. Das resultiert in einer Abschwächung der Symptome, die sofort nach der ersten Behandlung beobachtet werden kann. Die innere Schleimhaut wird wieder elastisch und feucht. Juckreiz, Reizungen und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr verschwinden. Diese Wirkung setzt sich auch nach der Behandlung positiv fort.
Weil Er:YAG-Laser sicher und vergleichsweise sanft sind, werden sie auch für eine Reihe anderer medizinischer Anwendungen eingesetzt, wie etwa bei Gesichtsbehandlungen, wo
sie benutzt werden, um Narben und dunkle Flecken zu entfernen, sowie bei
Zahnbehandlungen, wo sie anstelle des Bohrers zur Entfernung von Karies genutzt werden.
Eine vaginale Behandlung mit Laser ist minimal-invasiv, schnell, effizient und dauert nur 10
Minuten. Auch sind keine Vor- und Nachsorge und keine Genesungszeit erforderlich. Normale Aktivitäten können direkt nach der Behandlung wieder aufgenommen werden. Die meisten Patientinnen berichten über fast keine Beschwerden, außer einem Wärmegefühl, und in der Regel ist nicht einmal eine lokale Betäubung erforderlich.

Vor der Behandlung

Ihre jährliche Vorsorgeuntersuchung darf nicht länger als 12 Monate zurück liegen. Ihr Intimbereich darf keine Entzündungen oder Infektionen aufweisen.

Die Behandlung

Mittels einer Sonde, vergleichbar mit der Ultraschallsonde, werden
Laserstrahlen in die Vagina abgegeben. Die eingeführte Lasersonde wird Schritt
für Schritt wieder zurückgeführt, sodass die vollständige Laserung des
intravaginalen Gewebes sichergestellt wird. Die Laser-Energie selbst ist völlig
schmerzlos. Die Behandlung selbst dauert nicht länger als nur 5-10 Minuten.

Nach der Behandlung

Auch nach der Behandlung werden Sie keinerlei Schmerzen verspüren.
Sie können Ihren normalen täglichen Aktivitäten nachgehen.
Duschen, Waschen und sportliche Aktivitäten – kein Problem. Lediglich für die
Dauer von 72 Stunden nach der Behandlung sollten Sie auf Geschlechtsverkehr
verzichten.

Gibt es Nebenwirkungen?

Es sind keine Nebenwirkungen bekannt. In den Tagen nach der Behandlung kann ein rosafarbener Ausfluss auftreten.

Wie oft muss die Behandlung durchgeführt werden?

Sie erhalten gesamt drei Laserbehandlungen im Abstand von etwa 6 Wochen.
Eine Auffrischungsbehandlung einmal pro Jahr wird empfohlen.

Wann kann ich eine Verbesserung erwarten?

Bereits unmittelbar nach der ersten Behandlung und eine deutliche
Erleichterung nach der zweiten Behandlung